12.7.2013: ca. 10 km vor Kalixälven – Buträsk ( 5169 km m.d.M. )

Schicker Hintern..

Schicker Hintern..

Manchmal fährt man durch Deutschland und sieht hier und da diese bunten Holzhäuser mit weißen Rahmenelementen und denkt sich: „Typisch schwedisch!“. Auch Ikea versucht uns ja weiß zu machen, dass ganz Schweden aussieht wie eine Seite aus dem aktuellen Katalog. Allein stehende Häuser, eine schaukelnde Veranda, eine schwedische Flagge und ganz viel Bullerbü. Und wisst ihr was? – genau so sieht´s hier tatsächlich aus. Wir haben inzwischen jede Menge Kilometer in diesem Land zurückgelegt und können ein Lied von diesen schnurrgeraden Straßen durch Birkenwälder und kleinen Siedlungen singen.

Mit vollem Gepäck durch die Pampa!

Mit vollem Gepäck durch die Pampa!

Es ist 16:15 Uhr. Wir haben unseren wunderbaren Zeltplatz längst hinter uns gelassen und fahren seit Stunden im Zickzack Richtung Süden, um irgendwie küstennah die E4 zu umgehen. Wir haben von Anders ein paar Tipps im Gepäck und wollen uns den Weg nach Oslo möglichst sehenswert gestalten. Wir fahren nach Boden und biegen auf die 356 und später auf die 374. Nach Pitea nehmen wir erneut einen Umweg in Kauf und landen mittels Offroad-Einlagen auf der 373. Gerade haben wir unsere Pause an einem See beendet. In aller Ruhe haben wir unsere Adventure-Menüs am Ufer gekocht und ein wenig in der Sonne gesessen. Die Gegend um unseren Platz ist von feinem Staub bedeckt und lädt mich mehrfach zum Hindernisfahren über die Hügelchen ein. Irgendwann wurde unsere Ruhe von jungen, schwedischen Leuten gestört. Sie haben seltsame Mobile dabei, die aussehen wie eine Kreuzung aus Schneeraupe und Jetski. Scheint ein echter Trend hier zu sein. Tierisch laut sind die Zweitakter jedenfalls.

Kleine Pause..

Kleine Pause..

18:01 Uhr. Irgendwie merke ich langsam die letzten 16 Tage in den Knochen. Es gibt eine Phase auf dem Bike, von der ich gar nichts mehr weiß, völlig verloren in Tagträumen. Ich freue mich auf jeden Kreisel, an dem wir abbiegen, denn das sind die einzigen Schräglagen auf dem Motorrad. Es wird Zeit einen Platz für die Nacht zu finden. Aus Unterhosenknappheit steuern wir einen Campingplatz in Buträsk an. Leider ist niemand da an der Rezeption und wir müssen uns an einem Kiosk im Ort anmelden. Nun sitzen wir hier fast allein auf einer riesigen Wiese, etwas weiter findet ein Dorffest statt. Zig Violinenspieler und –spielerinnen sind hier und üben. Wir mussten tatsächlich beide eine „Camping Card“ kaufen. Argh… bisher hat es immer ohne geklappt. Es ist schon wieder 23:30 Uhr.. und immer noch taghell. Wo sind eigentlich die Unterhosen?

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