13.7.2013: Buträsk – Kornsjö ( 5422 km m.d.M. )

Gute Laune bei gutem Wetter.

Gute Laune bei gutem Wetter.

Wettertechnisch machen wir wirklich Einiges mit. Die Tour vermag es, uns immer wieder aufs Neue zu überraschen. Richtig heiß ist es inzwischen in Schweden und ich schwitze tatsächlich unter meiner Uniform. Wir fahren die 364 bis die Tanknadel zittert. Dieses Mal ist es Bastis Reichweite, die wir fast bis an die äußerste Grenze bringen. Wir müssen abkürzen und fahren die längste Schotterpassage der bisherigen Tour. Sicherlich über 10 Km fahren wir über zum Teil sehr grobes Gestein und lassen das Hinterrad ein wenig zappeln. Danach biegen wir auf die 363 und folgen eine lange Zeit den Wäldern am Straßenrand. Wie ein verpolter Magnet zieht es uns und unsere Bikes nach Süden.

Nach einem kurzen, „schockierenden Schock“ am Bankautomaten mit Blick auf den Kontostand, setzen wir die Fahrt über die E4 parallel zur Küste fort. Nach etwa anderthalb Stunden biegen wir in eine sehr kleine Straße ab, da ein Campingplatz ausgeschildert ist. Erstaunt nehmen wir wahr, dass es ein Platz des deutschen Camper Vereins ist.

Wer war eigentlich dieser Asphalt ??

Wer war eigentlich dieser Asphalt ??

Oha – das erste Mal checken wir in unserer Muttersprache ein. Es ist ein sogenannter Naturcampingplatz. Das heißt, dass man erstens ziemlich alleine ist und es weder Parzellen noch irgendwelches Luxussanitär gibt.

Kaum stehen die beiden Zelte, öffnet der Himmel seine Schleusen und gießt aus allen Leitungen. Immerhin hat die Tour Sinn für Humor, denn wir mussten in 16 Tagen bisher noch nie im Regen aufbauen. Toi toi toi…

Morgen legen wir einen „off day“ ein. Wir wollen Wandern, da es hier im Nationalpark Skuleskogen eine beeindruckende Felsformation mit engen, begehbaren Schluchten geben soll. Hoffentlich klemme ich mir die Hand nicht ein, wie dieser Typ in den USA 😉 .

Und es gibt eine Neuigkeit: Es wird endlich wieder dunkel. Zumindest dämmert es etwas. Ein herrlicher Regenbogen, gebettet in einen Vanilla Sky steht über uns, als wir ein paar Bier in einem trockenen Pavillion geneißen und die Route für die kommenden Tage besprechen. Was für eine Freude wird das, wenn die Sonne endlich mal wieder richtig untergeht. Wozu habe ich sonst diese schicke Stirnlampe eingepackt?

Es geht nach Süden....

Es geht nach Süden….

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