18.7.2013: Oslo – Kiel ( 6258 km m.d.M. )

2013-07-18 17.17.50

Die Mall in der Mitte des Schiffs

Die Mall in der Mitte des Schiffs

Ganz gemählich kriechen wir aus den Zelten und bauen zum letzten Mal ab. Das selbe Spiel wie seit drei Wochen: Zelt schütteln, Gepäck raus, Plane runter und zum Trocknen auslegen, Kabine ausschütteln, Heringe raus, Footprint zusammenlegen….

Der Kaffee schmeckt und pünktlich um 10:30 Uhr lassen wir die BMWs gen Hafen gallopieren. Dort steht sie schon, die Colorline Fantasy. Kurz einen Schnack mit einer anderen, wartenden Bikergruppe und ab in den Verladeraum.

 

Casino

Casino

Als wir aus dem Fahrstuhl auf das Hauptdeck treten, werden die Augen groß. Wir hatten mit einer spartanischen Kabine inmitten einer funktionalen Autofähre gerechnet, ähnlich der Fähren, mit denen wir unzählige Male zwischen Fjords gewechselt haben oder von Hirtshals nach Kristiansand übergesetzt sind. Stattdessen bietet sich uns eine Entertainment-Urlaubshalle, die eher an die Ernst-August-Gallerie als an eine Fähre erinnern lässt. Casino, Restaurants, Einkaufsläden und sogar eine Musicalbühne samt Theater münden an die lange Gasse. Unter uns dasselbe noch einmal, über uns muten scheinbar kullissenartige Häuserfronten mit Markisenfenstern an. Wenig später betreten wir unsere Kabine und bemerken, dass eins dieser Fenster „unseres“ ist. Ein spartanisches Doppelbett, ein Sofa direkt vor dem Fenster mit Blick auf den Boulevard und ein erstaunlich großes Bad heißen uns auf der Fantasy willkommen. Herjee – eine richtige Kreuzfahrt wird das. Schön eigentlich, nach drei Wochen im Zelt und veranzten Hütten. Wir Checken das Sonnendeck und winken Oslo noch einmal. Ein paar Möwen begleiten uns noch kilometerweit und attackieren so manchen Passagier, der sich mit Hotdogs ausgestattet hat.

Arrogante Schnösel auf der Kreuzfahrt

Arrogante Schnösel auf der Kreuzfahrt

Nach wenigen Seemeilen öffnet der Dutyfree Shop. Das ist unser Signal, denn hier gibt es Getränke für einen Bruchteil von Norwegens Preisen. zwei Stunden später sitzen wir mit Bier und Pizza vom Italiener auf unserem Sofa, hören Musik und betrachten das muntere Teiben in der Mall. Was für einen Abschluss und gefühlter Luxus. Der Tag geht schnell vorbei. Auf speziellen Fernsehkanälen kann man Live-Kameraaufnahmen von verschiedenen Orten auf dem Schiff sehen. Wer braucht da eine Außenkabine??

Morgen schon werden wir deutschen Boden unter den Füßen haben. Ganz im Schlaf legen wir die 1000 Km zurück.

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