27.6.2013: Bremen – Hirtshals ( 655 km m.d.M. )

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Der Regen macht kurz Pause.. etwa eine Stunde vor Hirtshals – irgendwo in Dänemark.

Ein wenig Sonne schob sich durch die Wolken über Bremen als wir gegen 11 Uhr endlich alle Packrollen und Koffer auf unseren Bikes festgezurrt hatten. Ziemlich unsicher ging es dann durch die Straßen der Neustadt, die hier und da an die Bulver Street erinnerten, zum letzten Check und Volltanken. Ein fast 700 KM Ritt lag vor uns und auf den Packeseln sollte wirklich kein Sandkorn Platz mehr sein. Den Elbtunnel passierten wir, von einem kleinen Verfahrer, problemlos. Am Nordostsee-Kanal jedoch gingen über uns alle Türen auf und wir dachten anschließend auch viel zu lange darüber nach, ob sich die Regenkleidung nun lohnen würde oder nicht. Sie würde! – die nächsten zwei Stunden ergoss sich über unseren Helmen eine Dekaden-Sinnflut.

Als sich der Himmel kurzzeitig wieder schloss dann der nächste Schreck: Schon seit Minuten roch es nach verbranntem Gummi in einer Auto und LKW-Kolonne beim Passieren einer Baustelle. Plötzlich ein Riesenknall und Teile fliegen durch die Luft. Der LKW Reifen zerspringt vormeinen Augen und zieht nach links Richtung Leitplanke, Reifenstücke streifen mein Motorrad und meinen Helm – ein Albtraum. Der Lastwagen schafft es jedoch nach rechts zu manövrieren und eine Gasse links neben sich frei zu machen. Nochmal Glück gehabt, aber der Schreck sitzt tief.

Einige Stunden später erreichen wir gegen 19 Uhr Hirtshals am Kopfe Dänemarks. Auf dem Campingplatz haben sich bereits ein paar Radfahrer und andere Camper eingefunden. Hirtshals gilt schließlich als das Tor nach Norwegen. Schnell sind die Zelte aufgebaut, ein paar Steaks gegrillt, einige Biere aus dem Kiosk genascht und die Augen zu geklappt. Ein anstrengender Weg am ersten Tag.

 

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