7.7.2013: Stö – Skibotn ( 3437 km m.d.M. )

bye bye Lofoten...

bye bye Lofoten…

 

Auf dem Dampfer gen Festland!

Auf dem Dampfer gen Festland!

Es war schon eine große Enttäuschung als wir vor dem Büro der „Arctic Whale Tours“ standen und uns eine Dame der Crew mitteilte, heute würde aufgrund des starken Wellengangs kein Schiff rausgehen. Tatsächlich gestaltete sich die Nacht als ziemlich rau. Der Wind zog tierisch an und fühlte sich im Zelt wie ein kleiner Orkan an. Dazu gesellten sich Regenschübe, die heftigst gegen das Tarp peitschten.Teilweise bin ich nachts aufgewacht und habe die Stangen von innen zurückgedrückt, da das Außengestell das gesamte Zelt nach innen verformte. Gegen 7:00 Uhr dachte ich, wir müssten im vollen Regen abbauen, um den Walkutter rechtzeitig zu erreichen. Pünktlich um 7:32 Uhr machte der Schauer eine Pause. Jetzt hieß es: schnell handeln. Sogar die Sonne schaute minutenlang zwischen den Wolken hervor.

Den Rest der Geschichte kennt ihr ja bereits. Wir haben daraufhin etwa 2-3 Stunden die Lofoten gen Norden durchquert bis zum Hafenort Andenes. Auch hier werden Walsafaris angeboten – jedoch nicht heute. Windstärke 7 heißt es. Selbst wenn wir mit dem großen Katamaran rausfahren würden, wären die Wellenberge wahrscheinlich so hoch, dass man kaum etwas von den Meeresgiganten sehen könnte. Was sich die Tour nur dabei gedacht hat? Ich vertraue weiterhin auf ihre Intuition.

schnell ein Essen für uns zwei.

schnell ein Essen für uns zwei.

Beim Suchen der Fähre kommt Frust auf. Wahrscheinlich eine Mischung aus Entäuschung über die geplatzte Safari, den wieder einsetzenden Regen und letztlich die addierten Strapazen der letzten 11 Tage. Ja, elf Tage ist es bereits her. Und bis auf die Besteigung des Kjerags haben wir im Schnitt jeden Tag zwischen 8 und 10 Stunden auf dem Motorrad verbracht. Neben dem Zelt ist mein Bike gerade mein einziges Zuhause und ich freue mich jedes Mal, wenn ich von der Fähre komme und wieder aufsteigen darf. Es tut gut, nach dem Aufstehen, Abbau und Kaffee endlich wieder auf der Straße zu sein, Kilometer zu reißen, verschiedene Gerüche im Wald oder an der Küste einzuatmen und die Temperaturschwankungen zwischen 0 und 2500 Metern direkt zu erfahren. Ich denke, mein Bike braucht einen Namen – muss mir nur noch einen guten überlegen. „Lucy“ ist leider schon besetzt..

Wieder auf norwegischem Festland machen wir zunächst Rast für eine Mittagspause. Auch hier in den Bergen herrscht ein enormer Wind und der Benzinkocher hat Mühe, das Wasser zum Blubbern zu bringen. Wir fahren die 86 in Richtung Westen. Die Straße wird immer schlechter. Grober Asphalt, der von Schlaglöchern gezeichnet ist, wechselt sich mit Schotterpassagen ab. Ein Freudenfest für unsere Heidis. Das Highlight des Tages war ein Hotdog an einer Tanke für sage und schreibe 10 (!!) NOK, das sind ungefähr 1,50 Euro. Ein echtes Schnäppchen in einem Land, in dem ein Hamburger sonst 15-20 Euro kostet.

Eine ganze Weile später landen wir auf der E6. Sie wird uns die nächsten beiden Tage nach Alta und dann zum Kap bringen. Das Nordkap. Mittwoch wollen wir es schaffen. Noch zwei Tage bis zum Ziel.

Zelte stehen... zum ersten Mal gibt´s echten Mückenalarm!

Zelte stehen… zum ersten Mal gibt´s echten Mückenalarm!

 

6 Antworten auf 7.7.2013: Stö – Skibotn ( 3437 km m.d.M. )

  • Durchhalten Jungs – die Rückfahrt wird auf jeden Fall trocken !!

    Ihr könnt ja Onkel Schwarz ne Mängelliste schicken , wenn ihr Wassereintritt in den 7 Sterne Alukisten habt !! _:-)

  • Was hälst du von Doktor Schneider??

  • …ja, gute Idee! … Ideen sehr willkommen hier 😀

  • Keine Wale? 🙁 kacke… Meinst du nicht, dass dein Mopped einen urigen, bavarischen Namen tragen sollte 😀

    • wenn es eine “ SIE “ ist – die GS – ginge ja Sissi ?!

      wenn es ein “ ER “ ist – der Boxer – wäre ja Franz ganz nett ?!

      oder neutral eben “ Fransi “ ??

      “ Helga “ ist ja leider auch schon wech……………

      • ….ich sitze doch nicht den ganzen tag auf einem „er“ 😀 …sissi ist aufgenommen… Am freitag wird entschieden

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