ca. 10 Kilometer vor Eresfjord – Ägärd ( 2172 km m.d.M. )

Morgens im Camp...

Morgens im Camp…

Es sollte ein Tag der Gegensätze werden. Schon gegen 6:30 Uhr springe ich aus dem Schlafsack. Unser Motto: „Sleeping rough on the road“ bekam in der Nacht eine ganz neue Bedeutung. Der Boden hier im Gebirge ist steinhart und ohne gute Matratze kaum erträglich. Was mich aber wirklich aus den Federn reißt, ist die enorme Hitze. Wie kann das sein um diese Zeit mitten in den Bergen? Ein Blick aus dem Zeltausgang genügt, die Sonne ballert in unser Camp aus blaustem Hause. Die Belohnung für unseren Mut bei unklarer und kalter Wetterlage hier zu übernachten.

Später sitzen wir mit Kaffee in unserem Camp und besprechen die heutige Route. Gewaschen wird direkt im Bergbach und gegen 9 Uhr verlassen wir mit unseren Bikes das Nachtlager.

Bis zur Fähre in Rykkjem, die uns nach Kvanne bringen soll, umfahren wir den idyllischen Sunndalsfjorden und setzen die Reise nach Norden fort. Auf der 65 gelangen wir nun weiter Richtung Trondheim, biegen aber zuvor auf Nebenstraßen ab, damit wir den Stadttrubel soweit wie möglich umgehen. Das erste Mal steht eine anspruchsvollere Schotterpassage auf dem Plan. Die BMWs zeigen, dass sie auch Abseits der Straße voran kommen können. Bei Melhus gelangen wir zwangsweise auf die E6, eine Art Autobahn. Wir sehen keine andere Möglichkeit und nehmen die nächste Strecke zwischen LKWs und Wohnmobilen in Kauf. Viele Kilometer folgen wir der norwegischen Verkehrsader schlechthin und kommen gegen 18 Uhr abends auf die E17 – unser Tagesziel. Der Hintern schmerzt und wir wollen endlich unsere Zelte aufschlagen, aber es bietet sich nichts an. Eine Dusche nach drei Tagen wäre schon nett. Das Wetter hat sich gehalten, teilweise zeigte das Thermometer über 27 Grad an. Auch jetzt gegen kurz vor 21 Uhr ist es nicht nur taghell, sondern auch immer noch überraschend warm.

Warten auf die Fähre

Warten auf die Fähre

 

Wir müssen noch eine Weile auf derE17 fahren, die Sonne im Rücken, und erreichen einen abgelegenen Campingplatz. Etwas verschroben ist es und an ein Hillbilly Camp erinnert das Lager, vor allem der Chef hier . Wir aber sind heilfroh, eine warme Dusche zu bekommen und unsere Wasser- und Kraftreserven für die nächsten Tage aufladen zu können. Eine Menge Asphalt passierte heute unsere Pneus – halb Norwegen haben wir inzwischen hinter uns gelassen. Das Kap rückt spürbar näher.

3 Antworten auf ca. 10 Kilometer vor Eresfjord – Ägärd ( 2172 km m.d.M. )

  • Hauptsache die PNeus halten!!!!!!

  • Hey lieber BMW Mitstreiter,

    du hast Recht – auf dem Bild kommt der Schnee eher gar nicht rüber.. wars bei euch wirklich komplett weiß??? Herjee.. wenn ich da an unseren gemeinsamen Urlaub 2009 denke – da war es ja irre heiß!! Hoffe, ihr hattet trotzdem ne gute Zeit

  • Hallo Bears,
    schön, das Euch die Sonne wieder begleitet auch wenn die Aussage „überall Schnee im Juli“ auf dem Foto mit den paar Flecken etwas übertrieben scheint (zumindest ggü. den Bergen im Fassatal letzte Woche.

    Hubertus

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