BMW F650 Dakar vs. BMW X5

bmwF650Dakar Vs. bmwX5

bmwF650Dakar Vs. bmwX5

Mal was für zwischendurch: David gegen Goliath?! Ein sehenswertes Video, in dem eine F650 Dakar (ja, genau die, die Charley Boorman in seiner Doku Race to Dakar gefahren ist) gegen einen X5 antritt. Spätestens seit unserer letzten Tour wissen wir, es ist der Teil überhalb der Maschine, der für Erfolg oder Sturz verantwortlich ist und in den wenigsten Fällen das Bike. Schaut mal rein, wer das Rennen macht!

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PS: Die Doku selbst ist übrigens ein absoluter Tipp! – Noch lohnenswerter fand ich das Buch

 

 

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Tag 4: Krakau, PL – Vinné, SK (1489 km m.d.M.)

Kurz vor der Abfahrt - die Sonne brennt endlich

Kurz vor der Abfahrt – die Sonne brennt endlich

Es herrscht Katerstimmung nach einer halb durchzechten Nacht in Krakaus jüdischem Viertel. Als uns das Taxi gegen 1 Uhr Nachts zum Reifenhandel bringt und wir auf dem Dachboden verschwinden, dreht sich meine Welt bereits etwas. Nun brennt das Licht in den Augen und wir warten nach dem Packen auf die Befreiung von Patricks Verwandtem, da die Dachluke nur von unten zu öffnen ist.

Eine Stunde später stehen wir endlich bereit auf dem Hof des Ladens und beeilen uns, die Stadt zu verlassen. Ein letztes Foto zusammen mit Marcel und raus aus dem urbanen Dschungel.

Wir fahren etwa eine Stunde, bis ich bemerke, dass ich meinen Trinkrucksack verloren habe.. oder eher liegen gelassen. Super. Also zurück, während die anderen langsam weiterfahren. Leider ist diese Fahrt letztlich umsonst, denn er ist nicht mehr aufzufinden. Ich muss ihn auf das Bike gelegt und während der Fahrt verloren haben. Verloren warn auch zweit Stunden, so dass die Weiterfahrt sich in die Länge zog. Die heutigen Offroadpassagen ziehen alles weiter in die Länge und mehrfach müssen wir umdrehen, weil die Straßenverhältnisse nach Flussüberquerungen und langen Sandwegen so schlecht werden, dass ein Weiterkommen unmöglich ist – oder der Weg ist einfach komplett gesperrt und unbefahrbar.

Wasserdurchfahrt

Wasserdurchfahrt

Grenze zur Slowakei - kein Mensch und ohne Schranke

Grenze zur Slowakei – kein Mensch und ohne Schranke

Endlich – gegen späten Nachmittag erreichen wir die slowakische Grenze. Ein neues Land, ein neues Glück und es haut mich wirklich aus den Socken. Ganz anders als Polen präsentiert sich der Nachbar. Ewig lange grüne Hügel zieren den Horizont, während die Sonne auf die Serpentinen und Seen voraus leuchtet. Wir fahren und fahren gen Südosten. Es gibt kaum noch etwas, das an Deutschland erinnert. Keine Supermärkte, stattdessen viele, viele Bauernhöfe, anscheinend Selbstversorger und jede Menge Häuser, die ihre beste Zeit längst hinter sich haben. Dennoch, es ist wunderschön und macht eine Menge Spaß zu fahren – wenn der Hintern nicht langsam so richtig wehtun würde. Mit noch ca 100 km mehr im Nacken, als meine Mitstreiter, reißen wir die letzten Kilometer bis zu einem Campingplatz am See. Niemand spricht Englisch, keine Boss weit und breit. Wir beschließen also, einfach unsere Zelte aufzuschlagen, zu kochen und morgen nach allem weiteren zu fragen. Ich bin hundemüde, während ich diese Zeilen tippe.. eine kurze Sichtung der Tagesnachrichten zeigt, dass der Bürgerkrieg in der Ukraine nun tatsächlich naht, da Genosse Putin doch kein Unschuldslamm zu sein scheint und seit Wochen Soldaten in das Nachbarland sendet – achja.. morgen sind wir ja in der Ukraine.. wenn das mal nicht spannend wird.

Offroad durch Slovakia

Offroad durch Slovakia

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From Kraków with love

IMG_2632.JPGRudawa ist ein wirklich beschaulicher Ort. Eigentlich. Das heißt wenn es trocken ist. Unser Frühstück haben wir uns in der Pension „Orlica“ gut schmecken lassen, wohlwissend das draußen der Regen unsere Motorräder aufweicht. Aber dann in einer kleinen regenfreien Passage haben unser Gepäck aufgeladenen und sind Richtung Krakau aufgebrochen.

IMG_2556.JPGDann endlich Sonne! Die erste richtige Fahrt ohne Regen haben wir richtig genossen. Schnell ging es über die Landstraße auf die Autobahn A4. Es geht voran. Selbst die Rushhour in Katowice – das polnische Ruhrgebiet – hat uns nicht aus der Ruhe gebracht. Dann sind wir endlich in der Hauptstadt von Kleinpolen angelangt. Die ehemalige Residenzstadt der polnischen Könige.

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IMG_2630.JPGWir tauschten Campingplatz gegen Industriegebiet und nächtigten auf dem Dachboden eines Reifenhandels, den mein Cousin 3. Grades hier leitet. Die Krakauer Altstadt ist wirklich bezaubernd.

 

 

IMG_2577.JPGIm Schnelldurchlauf haben wir Altstadt, Marktplatz und Wawel – das Königsschloss besichtigt. Unsere letzten Złotys haben wir in einem urigen Restaurant für Piroggen und Tyskie ausgegeben! Was für ein Tag! Heut geht’s in die Slowakei…

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The original Gummikuh – ein Fahrbericht

„Boah Wahnsinn, wie die durchs Gelände stampft..!“ hört man mich übers Interphone rufen – Malte und Basti pflichten mir bei. Tiefe Furchen hat der TKC-80 Stollen im Erdreich hinterlassen. Erschöpft aber glücklich setze ich den Helm ab und schaue mir die Spuren der Schlammfahrt an: Wie kleine Offroad-Trophäen sitzen die Zeugen auf nahezu jedem Quadratzentimeter meiner BMW R80 G/S Paris Dakar… Aber der Reihe nach…

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Zwei Tage Offroadeinsatz in der Lüneburger-Heide haben ihre Spuren hinterlassen

Mit der GS, pardon G/S erfanden die Münchener Konstrukteure in den frühen 1980er Jahren eine bis dato unbekannte Motorradgattung. Man nehme eine Prise Touring, ein wenig Enduro und fertig ist die perfekte Symbiose aus fernreisetauglichem Straßenmotorrad mit passablen Geländeeigenschaften. „Motorwandern“ hieß der Slogan der Werbeabteilung, der die erste Generation der G/S (1980 – 1987) betitelte. BMW griff damal auf den nahezu perfekt ausgereifte E 247 Boxermotor zurück, der mit 800 ccm 50 PS leistete. Der Antrieb erfolgt – wie soll es auch anders sein – über den Kardan, der erstmalig als Mono-Hinterradschwinge konzipiert war. Eine Weltsensation! Der Monolever war geboren. Unverwecheselbares Kennzeichen des Antriebs ist das Aufstellen des Hecks bei der Gasannahme – der sog. „Gummikuh-Effekt“. Der Spitzname Gummikuh geht auf den Motorradjournalisten Ernst Levekus zurück, der den Effekt mit einem sich aufrichtenden Rindes verglich. Naja. Erst mit der zweiten Modell-Generation – aus G/S wurde GS – und dem neu konstruierten Paralever wurde das Aufstellen abgestellt.

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Alles auf einen Blick – Tacho, Drehzahlmesser und Zeituhr

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„Motorwandern“

ABS? No. ASC? ESA? Nada! Wenigstens eine Tankanzeige? Nix da! Verglichen mit modernen Maschinen darf man  die G/S als Puristin bezeichnen. Als Sonderzubehör gab es einen Drehzahlmesser und eine Quarzuhr. Der Blick des G/S-Piloten trifft dementsprechend ein sehr überschaubares Cockpit…

Der Tank fasst ziemlich genau 30 Liter und ermöglicht eine Reichweite von über 600 Km. Dieser Tank wurde zwischen 1984 und 1987 zusammen mit der fernreisetauglichen Einzelsitzbank als „Paris Dakar“ angeboten. Zu Ehren von Gaston Rahier wurden in diesem Zeitraum neben der normalen G/S ca. 2900 Stück der Paris Dakar hergestellt. Quasi der Urtypus der heutigen Adventure…

Die G/S ist sehr laufruhig. Ich habe mich dabei erwischt im 5. Gang durch die Zone 30 zu fahren – der Boxer schüttelt, aber fährt weiter. Andere Maschinen hätten dies sicherlich mit einem stotternden Motor quittiert. Obwohl im Fahrzeugschein eine Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h angegeben ist, dürfte dies keinen Spaß für den Fahrer darstellen. Zumal der Wind direkt von vorne drückt und man „hoch zu Ross“ sitzend wenig Komfort erwarten darf. Ein angenhmes aber auch flottes Fahren ist bis 120 km/h problemlos möglich. Das Fahrwerk ist selbst bei engeren Kurvenfahrten reltiv straff und es macht einfach Spaß das Motorrad in die Kurve zu legen. Die Bremsleistung wurde bereits in den 1980ern von der MOTORRAD als nur befriedigend angemakelt. Die relativ kleine Einscheibenbremse verzögert nicht sofort – Bremspunkt ist sehr schammig. Vorausschauendes Fahren und ein wohldosiertes Zusammenspiel mit der Hiterrad-Trommelbremse sind der Schlüssel zum sicheren Umgang.

Im Gelände fühlt sich die G/S sofort heimisch. Bis heute kann man die erste Generation der G/S bei HPN als Edel-Enduro erwerben. Der TKC-80 Reifen passt nicht nur optisch zur Maschine: Sand, Schlamm und Geröll steckt er locker weg.

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Die Paris Dakar – damals wie heute: ein Hingucker

Fazit? Auf der Straße und im Gelände macht die G/S auch im Jahre 2014 eine sehr gute Figur. Moderner Schnickschnack und Helferlein gibt es nicht und das ist auch gut so. Die G/S ist eine sehr genügsame Maschine und findet auf der Landstraße das perfekte Dasein. Ich gehe jede Wette ein, dass Helge Pedersen bei seiner Weltumrundung mit ABS oder elektornischer Einschpritzer spätestens im Jungle des Amazonas und den Wüsten der Sahara ernsthafte Probleme bekommen hätte. Ihre Vielseitigkeit, der wartungsfreundliche Motor und das geringe Gewicht haben den Erfolg GS möglich gemacht.

 

 

 

 

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Enduro-Action in der Lüneburger Heide

Um uns auf unsere nächste Tour vorzubereiten, haben wir die Kühe vor zwei Wochen in den Dreck gescheucht. 2 Tage ging es teilweise durch tiefen Sand, Wasserstellen, Waldwege und über Feldpfade. Nicht ganz klar ist, wer mehr auf der Nase lag – wir, oder die Bikes! Was macht man nicht alles für ein bisschen Spaß?!

Viele Grüße von hier aus an die Jungs von BMW, ohne eure Hilfe hätte ich wahrscheinlich ohne Drosselklappe in der Erde verhungern müssen… 😉

 

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210 – Morgen woanders

2-1-0 Morgen woanders

2-1-0 Morgen woanders

Daniels Tour (fast) um die Welt mit null Moneten im Koffer ist nicht nur ansich schon eine beeindruckende Sache, sondern wurde zudem auch noch auf absolut unterhaltsame Weise auf Film gebannt und dokumentiert. Neben dieser absoluten Empfehlung, sich den Film unbedingt anzuschauen, ist nun offiziell, dass er wieder auf Tour geht, um den Kreis zu schließen und den amerikanischen Kontinent zu seinen bereisten Ländern hinzuzufügen. Ich kenne Daniel bisher leider nur durch Email- und Facebook Kontakt, freue mich aber riesig, dass das Projekt weiter geht. Uns Bären hat der Film sehr beeindruckt und hat es geschafft, uns über die gesamte Zeit ans Sofa zu fesseln. Ein sehenswerter Gegenentwurf zu hochglanz „Expeditionen“ á la Middlekingdomride usw, bei denen es manchmal ein wenig an Herzblut fehlt und die vollends durchorganisiert, begleitet und oft vielzu gehetzt sind. Ganz nebenbei ist Daniel übrigens Gründer der Open Explorer, einer Seite, die verschdienste Roadabenteurer auf einer Website vereint. Schaut auch dort unbedingt einmal rein. Seit kurzem ist auch bearsontour ein Mitglied der Community.

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