Nordkapp – Hetan ( 4432 km m.d.M. )

Trophäen..

Trophäen..

Es war Sturm. Nachdem sich das Kapp mit Nebel gefüllt hatte, zog der Wind stark an. Stärker sogar als auf den Lofoten. Ich musste um halb zwei Uhr nachts einmal aus dem Zelt, um es neu abzuspannen und um es gegen die teils sehr heftigen Böen zu sichern. Wenn man noch nie hier war, kann man sich wahrscheinlich schlecht vorstellen, dass man nachts zwischen 1 und 2 aus dem Zelt steigt und die Sonne sieht. Nebenan waren gerade zwei Mädels dabei, ihr Zelt mit Tape zu fixen. Wieder im Zelt gab es Ohrstöpsel auf die Lauscher und die Sturmmaske über die Augen gegen die Helligkeit. Ich schlafe wie ein Baby, trotz Sturm.

Zum ersten Mal werde ich nach Basti wach, der bereits sein Zelt zusammengefaltet hat. Der Wind bläst weiterhin kräftig – wenigstens kein Regen. Ich versuche meine Sachen in die Packrollen zu stopfen. Als die Bikes bepackt sind, besuchen wir ein letztes Mal die Nordkapphalle und die anschließende Weltkugel auf der Klippe.

Alter Finne - ne Menge Kilometer heute.

Alter Finne – ne Menge Kilometer heute.

Als wir das Nordkapp verlassen, stehen die Motorräder schier schräg im Wind. Die Straße zurück zur E6 gestaltet sich als wahres Abenteuer. Wir brauchen etwa anderthalb Stunden bis wir nach links abbiegen und den Ort Karasjohka ansteuern. Immer wieder kreuzen Rentiere unseren Weg. Mitunter liegt sogar ein totes Tier am Straßenrand. Wahrscheinlich hat es die Straße vor dem Wohnmobil nicht mehr rechtzeitig passieren können.

Rudolph überall

Rudolph überall

Wir biegen rechts auf die 92. Die Natur ändert sich radikal. Endlose Straßen werden von unzählbaren Bäumen bewohnt. Keine Häuser, keine Tankstellen, kaum Kurven – nur die Straße. Manchmal nutze ich meine Kopfhörer, manchmal genieße ich die Einsamkeit auf dem Bike und denke nach. Viel Zeit vergeht und wird wohl die nächsten Tage auf dem Bike vergehen.

Die Sonne lässt sich immer öfter blicken. Es wird wärmer. Einige Stunden später sagen wir „Goodbye Norway – Hello Finland!“. Es wird langsam Abend und wir steuern den erstbesten Supermarkt an. Die Preise sind für deutsche Verhältnisse massiv teuer, doch gegenüber den norwegischen Gegebenheiten ein absolutes Schnäppchen. Wir statten uns mit dem Nötigsten aus und fahren den nächsten Zeltplatz an. Die Sonne bleibt, wie immer, über dem Horizont stehen. Nur wenige Wolken sind zu sehen und wir genießen die Sonne beim Aufbau der Zelte. Eine neue Herausforderung deutet sich an: Millionen von Stechmücken scheinen schon auf uns gewartet zu haben.

Moskitoalarm!

Moskitoalarm!

 

 

Eine Antwort auf Nordkapp – Hetan ( 4432 km m.d.M. )

  • Voll krass lese jede Woche die Texte die Malte(Schocko BEAR)schreibt O.K ich hoffe ihr kommt gesund nach HAUS.Echt mutig von euch so eine gefährliche fahrt zu machen

    Bis bald Basti wir sehen uns.

    Dein Neffe MIKA

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